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Biotonne: Was darf rein — und was auf keinen Fall?

By Das BinMinder-Team

Rund 40 Prozent des deutschen Hausmülls sind Bioabfälle. Landen sie in der Restmülltonne, werden sie verbrannt — landen sie in der Biotonne, entstehen daraus Kompost und Biogas. Damit das klappt, kommt es auf die richtige Befüllung an, denn falsch befüllte Biotonnen bleiben zunehmend schlicht stehen.

Was in die Biotonne gehört

  • Obst- und Gemüsereste, Schalen, Kerne und Schnittreste
  • Kaffeesatz samt Filter und Teebeutel aus Papier
  • Eierschalen, Nussschalen und Brotreste
  • Speisereste — in den meisten Kommunen auch gekocht, mit Fleisch und Fisch (in manchen Landkreisen ausgeschlossen, bitte lokal prüfen)
  • Kleine Mengen Gartenabfälle: Laub, Schnittgut, Unkraut ohne Samen
  • Federn, Haare und verschmutzte Küchenrolle aus Papier

Was auf keinen Fall hineingehört

  • Plastiktüten jeder Art — auch keine als „kompostierbar" gekennzeichneten Bio-Beutel. Sie verrotten in den Anlagen zu langsam und werden von fast allen Kommunen verboten.
  • Asche und Zigarettenkippen — sie gehören in den Restmüll, denn Schwermetalle ruinieren den Kompost.
  • Katzenstreu und Tierkot — Krankheitserreger haben im Kompost nichts zu suchen.
  • Staubsaugerbeutel und Hygieneartikel — klassischer Restmüll.
  • Größere Äste und Strauchschnitt — dafür gibt es Grüngutcontainer oder den Wertstoffhof; dicke Äste zersetzen sich zu langsam.

Sommer: gegen Geruch und Maden

Die wichtigste Regel lautet: Feuchtigkeit raus. Legen Sie die Tonne mit Zeitungspapier oder einer Papiertüte aus, lassen Sie feuchte Abfälle abtropfen, und streuen Sie bei Bedarf etwas Kalk oder Kaffeesatz dazwischen. Fleisch- und Fischreste können Sie in Zeitungspapier wickeln — oder bis zum Abfuhrtag einfrieren. Stellen Sie die Tonne in den Schatten, halten Sie den Deckel geschlossen und spülen Sie sie nach der Leerung kurz aus; etwas Essigwasser hilft gegen hartnäckige Gerüche.

Winter: gegen das Festfrieren

Bei Minusgraden friert nasses Biogut am Tonnenboden fest — und bleibt bei der Leerung hängen. Auch hier hilft ein Papierausleger am Boden, außerdem abgetropfte Abfälle und eine Tonne, die nicht bis zum Rand mit nassen Rasenschnittresten gefüllt ist. Steht die Tonne an einer Hauswand statt frei im Wind, taut sie zudem schneller an.

Der kleine Vorratsbehälter macht den Unterschied

Ob die Biotonne genutzt wird, entscheidet sich in der Küche: Ein kleiner Biomüllbehälter direkt neben der Arbeitsfläche schlägt jede gute Absicht. Papierausleger hinein, täglich leeren — dann bleibt er geruchsneutral. Und damit die volle Tonne auch wirklich am Straßenrand steht, wenn das Entsorgungsunternehmen kommt, erinnert BinMinder Sie kostenlos am Abend vorher an jede Abfuhr.