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Altstoffsammelzentrum & Problemstoffe: Was wohin in Österreich?

By Das BinMinder-Team

Restmüll, gelber Sack, Biotonne — das bekommen die meisten Haushalte im Griff. Knifflig wird es bei den Dingen, die nicht in eine der Tonnen gehören. Genau dafür gibt es in Österreich die Altstoffsammelzentren (ASZ) und die mobilen Problemstoffsammlungen. Hier die wichtigsten Regeln für die häufigsten Sonderfälle.

Elektrogeräte: zurück in den Handel oder ins ASZ

Alles mit Stecker, Kabel oder Akku ist Elektroschrott — vom Föhn bis zum Kühlschrank. Die Regeln sind großzügig: Beim Neukauf muss der Händler das Altgerät gratis zurücknehmen, und seit einiger Zeit nehmen größere Märkte Kleingeräte bis 25 Zentimeter sogar ohne Neukauf entgegen. Alternativ bringen Sie alles zum Altstoffsammelzentrum. Vor dem Abgeben von Handys, Tablets und Computern unbedingt die persönlichen Daten löschen und das Gerät auf Werkseinstellungen zurücksetzen.

Batterien und Akkus: niemals in den Hausmüll

Batterien gehören in die Sammelboxen im Handel oder ins ASZ. Besonders Lithium-Akkus aus E-Bikes, Werkzeugen oder E-Zigaretten sind eine echte Brandgefahr, wenn sie im Müllwagen zerdrückt werden. Tipp: Die Pole von Lithium-Akkus und Knopfzellen vor dem Sammeln mit Klebeband abkleben.

Problemstoffe: Farben, Lacke, Chemikalien

  • Farben und Lacke: nur im Originalgebinde und möglichst restlos entleert abgeben. Angetrocknete Reste können je nach Gemeinde in den Restmüll.
  • Lösungsmittel, Verdünner, Reiniger: immer zum ASZ oder zur mobilen Problemstoffsammlung, nie in den Abfluss.
  • Altöl: Motoröl in verschlossenen Kanistern zum ASZ oder zur Werkstatt — ein einziger Liter verschmutzt bis zu einer Million Liter Grundwasser.
  • Pflanzenschutzmittel und Unkrautvernichter: immer als Problemstoff behandeln, auch „biologische" Produkte.

Leuchtmittel und Energiesparlampen

Energiesparlampen und LED-Lampen enthalten Elektronik beziehungsweise Quecksilber und gehören in die Leuchtmittel-Sammlung — im Handel oder im ASZ. Klassische Glühbirnen und Halogenlampen ohne Elektronik dürfen dagegen in den Restmüll. Zerbricht eine Energiesparlampe: gut lüften, Scherben mit Pappstreifen aufnehmen, nicht mit dem Staubsauger.

Medikamente: abgelaufen heißt nicht harmlos

Abgelaufene Medikamente gehören in Österreich in die Apotheke oder zur Problemstoffsammlung — nicht in den Restmüll und schon gar nicht in die Toilette. Blisterverpackungen und Beipackzettel können dagegen getrennt über die gelbe Tonne beziehungsweise das Altpapier entsorgt werden.

Die mobile Problemstoffsammlung nutzen

Wer kein Auto hat oder weit vom ASZ entfernt wohnt, kann die mobile Problemstoffsammlung nutzen: Mehrmals im Jahr halten Sammelfahrzeuge auf gekennzeichneten Plätzen im Gemeindegebiet und nehmen Farben, Chemikalien, Batterien und kleine Elektrogeräte entgegen. Termine und Standorte veröffentlicht Ihre Gemeinde im Abfallkalender oder auf ihrer Website. Wichtig: Problemstoffe immer im Originalgebinde, gut verschlossen und möglichst beschriftet abgeben — unbekannte Gemische erschweren die fachgerechte Entsorgung.

Eine gute Vorbereitung spart übrigens viel Zeit vor Ort: Sortieren Sie die Abfälle schon zu Hause nach Kategorien und laden Sie sie so ins Auto, dass Sie an den einzelnen Stationen des ASZ der Reihe nach bequem ausladen können.

Sperrmüll: Was zu groß für die Tonne ist

Möbel, Matratzen und Teppiche sind Sperrmüll. Je nach Gemeinde gibt es fixe Abholtermine, Abholung auf Anfrage oder Annahme im ASZ. Tipp vor dem Wegwerfen: Brauchbare Möbel über Plattformen wie willhaben verschenken — Wiederverwendung schlägt jedes Recycling.

Für alles, was regelmäßig an der Tonne anfällt, hilft BinMinder: Erinnerungen am Abend vor der Leerung, damit kein Termin mehr verloren geht.